60. Wiedergründungsjubiläum der Schützenkompanie Meran

Meran: Am Sonntag, den 8. September 2019 feierte die SK Meran das 60. Jubiläum der Wiedergründung.Der Wiedergründung deshalb, weil es in Meran bereits vor den beiden Weltkriegen 700 Jahre lang ein Schützenwesen gab. 1272 erließ Graf Meinhard II. von Tirol und Görz die Anordnung, dass die "Purger der civitas de Merani" Mauern und Stadt zu schützen zu verteidigen haben (Schutz der Münzstätte). Die ersten für die Landesverteidigung organisierten Schützenkompanien gab es bereits 1431.
Diese alte Tiroler Tradition - die sog. Wehrkraft des Landes - war immer schon der Stolz der Tiroler Städte und Gemeinden. Im I. Weltkrieg formierten sich auch die Meraner Schützen als "letztes Aufgebot" - eine letzte Reserve - in den Standschützenbataillonen und Kompanien zur Verteidigung der Südgrenze Tirols  (>> siehe Buchausgabe "Die Standschützen des Baon Meran im I. Weltkrieg). 
1918 - als das Land bereits besetzt war - mussten sich die Schützenkompanien auflösen - und es folgte eine lange Verbotszeit.
1959 war dann die Zeit für eine Wiedergründung der Schützenkompanie Meran gekommen. Im Gasthof "Goldene Rose" unter den Lauben trafen sich die mutigen Männer der ersten Stunde am 8. Dezember 1959.
Nun - 60 Jahre danach - können die Schützen mit Stolz auf eine alte Tradition zurückblicken und sich mit vielen ehrenamtlichen und neuen Aufgaben beschäftigen.Heute kämpfen die Schützen mit friedlichen Mitteln für die Erhaltung der Tiroler Kultur, der Tiroler Traditionen und für die überleiferten Werte der Väter; weiters für den Erhalt der Sprache, der Sitten und Gebräuche.
 
Mit Stolz beging daher die SK Meran ihr Jubiläumsfest, an dem Schützenabordnungen aus dem Burggrafenamt, die Partnerkompanie aus Innsbruck/Wilten mit ihrem Hauptmann Alexander Mummert, aus Tesino/Suganatal, Abordnungen des Erzherzog Rainer Regiments Nr, 59 ,die Prangerschützen aus Salzburg/Liefering und der Gebirgsschützenkompanie aus Bad Endorf im Chiemgau teilnahmen.
 
Schlechte Witterung verlangte dem Hauptmann der Jubelkompanie Meran Lukas Prezzi einiges an Programmänderung und Improvisation ab.
Eine gemischte Formation aus Tal-Kompanien vom Bezirk Burggrafenamt/Passeier unter dem Kommando von Hptm. Thomas Egger (SK Schenna) bildete die Ehrenkompanie. Nach der Aufstellung am Meraner Pfarrplatz marschierten die Schützen - begleitet von der Stadtmusikkapelle Meran - zur Stadtpfarrkirche St. Nikolaus zum Festgottesdienst - zelebriert von Pater Martin Steiner OT. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er ein Zitat, das am "Philosophenweg" im bayr. Garmisch Partenkirchen zu lesen ist: "Dankend zurückschauen, mutig vorausschauen, gläubig aufwärts schauen und liebend seitwärts schauen...!"
Zu gegebenem Anlass wurde die neue Batik-Kompaniefahne durch Pater Martin geweiht, deren Patenschaft Patrizia Oberhofer, Gattin des am 17. Juli 2016 beim Bergsteigen tödlich verunglückten Olt. der SK Meran Harald Oberhofer, übernahm.
"Gerne übernehme ich diese Patenschaft im Gedenken an Harald, dessen Lebensmittelpunkt die Berge und Schützengemeinschaft waren." - betonte Patrizia in ihrer Ansprache.
 
Beim anschließenden Festakt im Nikolaussaal wurde die 50-jährige Partnerschaft mit der SK Wilten hervorgehoben.
Major Andreas Raass (Viertelkommandant Tirol Mitte) hielt die Festrede:
"Liebe Meraner Schützen, in den vergangenen sechzig Jahren hat sich Eure Kompanie von ein paar beherzten Männern zu einer Institution im Tiroler Schützenwesen entwickelt, welche heute nicht mehr wegzudenken wäre. Ihr seid in all den Jahren kontinuierlich gewachsen, habt Euch immer für unsere Heimat eingesetzt und oftmals auch den Kurs im Tiroler Schützenwesen vorgegeben, auch deshalb, weil Ihr Persönlichkeiten aus Eurer Schützenkompanie in die Bundesleitung des SSB entsandt habt. Persönlichkeiten wie Dr. Richar Piock, welcher sogar den Landeskommandanten im SSB stellte, aber auch Landesjungschützenbetreuer und Bezirkskommandanten kamen aus Euren Reihen. Aktuell stellt Ihr - mit Eurem ehemaligen Hauptmann Renato - den Landeskommandanten-Stellvertreter im Bund...!
Wir Wiltener und Meraner haben - anlässlich  Requiem von seiner kaiserlichen Hoheit Dr. Otto von Habsburg - in Wien gemeinsam Tiroler Einheit bewiesen....  Mit der Aktion DNA (Deutsch nicht amtlich) hat der Südtiroler Schützenbund ein sehr wertvolles Zeichen gesetzt! Wie wir alle gesehen haben, kann man mit gut überlegten und gut vorbereiteten Aktionen ein ganzes Land "wachrütteln"...! Jetzt gilt es, wach zu bleiben, damit wir unsere - über Jahrhunderte gewachsene Kultur und unsere Muttersprache - im südlichen Landesteil aufrechterhalten. Heute leben wir in einem vereinten und "Gott sei Dank" größtenteils friedlichem Europa - und unsere Gewehre stehen nicht für Krieg oder Gewalt, sondern für Freiheit und Würde. Das Abfeuern einer Ehresalve ist die größte Ehrenbezeugung, die wir Schützen zu vergeben haben.
Würden alle Mensche ihre Waffen so einsetzen wie wir Tiroler Schützen, wäre morgen kein Waffentoter mehr zu verzeichnen..! Wir kämen dem Frieden auf Erden sehr nahe....!"
 
Im Gedenken an die verstorbenen Kameraden der SK Meran wurden von Ltn. Peter Pfeifer die Namen jener Schützen verlesen, die im Laufe der vergangenen 60 Jahre die Kompanie verlassen haben. Im Namen der Stadtgemeinde Meran überbrachte Stadtrat Stefan Frötscher herzliche Glückwünsche zum 60-jährigen Wiedergründungsjubiläum, betonte das wertvolle Wirken der Schützen in der Passerstadt im Sinne der Bewahrung des Tirolertums und des Heimatbewusstseins. Damit verbunden erinnerte er an das 50-Jahr-Jubiläum der SK Meran im Tiroler Gedenkjahr 2009 und den damit verbundenen Aktivitäten der Meraner Schützen, die - neben einem beeindruckenden Festakt auf dem Sandplatz - auch einen historischen Beitrag mit dem Buch "1809 - Die letzte große Schlacht am Küchelberg" geleistet haben. Ein besonderer Dank mit entsprechender Würdigung für gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde ging an den ehemaligen Hauptmann Renato des Dorides.
Hauptmann Alexander Mummert der SK Wilten überbrachte Glückwünsche an die Jubelkompanie mit einem Geschenk für das Schützenheim der SK Meran. Es folgten Ehrungen für langjährige Zugehörigkeiten mehrerer Kompaniemitglieder.
Nach geselligem Beisammensein bei Speis und Trank mit Tiroler Unterhaltungsmusik verabschiedeten sich die Gäste, um den zum Teil weiten Anreiseweg wieder anzutreten.

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